Homosexualität in den USA

Nach wie vor ist das Thema Homosexualität in den USA sehr heftig diskutiert und umstritten. Bis zum 21. Jahrhundert wurde Homosexualität mit teilweise sehr hohen Geld, – oder Freiheitsstrafen belegt. Im Jahr 2003 wurden vom US Supreme Court all diese Gesetze außer Kraft gesetzt.

Als erster Bundesstaat war es Illinois 1962 der das Verbot gleichgeschlechtlicher sexueller Handlungen aufhob. In anderen Bundesstaaten wurden diese Gesetze mit der Begründung aufgehoben, dass sie mit der jeweiligen Staatsverfassung nicht vereinbar wären. Bis zu Beginn der 90iger hielten aber über die Hälfte aller US – Bundesstaaten die Gesetze trotzdem aufrecht. Selbst als 2003 diese Gesetze alle außer Kraft gesetzt wurden, weigerte sich das Parlament von Utah dem Folge zu leisten. Auch ein entsprechender Antrag des schwulen Senators Scott McCoy wurde zurückgewiesen.

Bis zum Jahre 2010 wurde besonders bei den amerikanischen Streitkräften das Thema Homosexualität zum Tabuthema erklärt und bewusst verschwiegen.
In den USA ist die gleichgeschlechtliche Liebe ein schwieriges Thema. So gaben 200 6 bei einer Umfrage nur 51 % an, diese Form der Sexualität und Beziehung zu akzeptieren. Dies ist aber auch darauf zurückzuführen, dass in den Vereinigen Staaten die Religion eine große Rolle spielt. Einige Gemeinden lassen daher Homosexuelle nicht einmal als Mitglieder zu, während beispielsweise Kirchen wie die Metropolitan Community Church oder die Unitarier sogar gleichgeschlechtliche Paare segnen und auch homosexuelle Pastoren akzeptieren.

Selbst in der Politik wird dieses Thema in den USA sehr unterschiedlich gesehen. Die Republikaner stehen dem eher zögernd gegenüber, während die Demokratische Partei auch kein Problem mit schwulen oder lesbischen Politikern hat. So gehörte zum Beispiel 2002 James MCGreevey von den Demokraten zum ersten Gouverneur, der sich offen zu seiner Sexualität bekannte.

Die Mehrzahl der US – Bürger gaben bei einer Umfrage an, auch einen homosexuellen Präsidentschaftskandidaten zu wählen, wenn dieser sie mit seinem politischen Ansichten und Vorhaben überzeugen würde.