Homosexualität
Partnersuchen für Homosexuelle
Homosexualität, die gleichgeschlechtliche Liebe, trifft Männer und Frauen aus allen Schichten der Gesellschaft. Es existieren Beweise, dass es bereits zu allen Zeiten homosexuelle Beziehungen gegeben hat. Waren im alten Rom gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Männern in Mode, so wurden zu verschiedenen Zeiten, vor allem im Zweiten Weltkrieg, homosexuelle Männer verfolgt und bestraft. In vielen Ländern werden homosexuelle Beziehungen noch heute strafrechtlich verfolgt und in einigen Ländern, z. B. im Jemen und im Iran, sogar mit dem Tode bestraft. In zahlreichen Ländern werden homosexuelle Beziehungen inzwischen toleriert und können als Lebenspartnerschaft eingetragen werden. Eingetragene Lebenspartner haben zum Teil die gleichen Rechte wie Ehepartner. Trotzdem müssen Homosexuelle noch immer mit Anfeindungen rechnen.
Wie sieht es eigentlich im Militär aus – denn auch dort sind Homosexuelle anzutreffen. Homosexuelle sind vor Anfeindungen und Übergriffen ihrer Kameraden nicht sicher. Allerdings wurden in Deutschland Gesetze und Dienstvorschriften verabschiedet, nach denen geschlechtliche Minderheiten, zu denen die Homosexuellen gehören, nicht diskriminiert werden dürfen. Diese Regelungen gelten für alle Ränge und Dienstgrade. Homosexuelle Beziehungen zwischen Soldaten oder Soldatinnen außerhalb des Dienstes sind gemäß dieser Gesetze völlig unbedeutend für die Tätigkeit in der Bundeswehr und dürfen nicht verfolgt werden. Homosexualität darf keine Auswirkungen auf eventuelle Beförderungen innerhalb der Bundeswehr haben. Es spielt bei homosexuellen Beziehungen in der Bundeswehr keine Rolle, ob die Beziehungen außerhalb des Dienstes innerhalb der militärischen Anlagen gepflegt werden. Der Dienstgrad der Beziehungspartner ist dabei völlig unbedeutend. Soldatinnen und Soldaten, die homosexuell sind und in eingetragener Lebenspartnerschaft leben, haben Anspruch auf Trennungsgeld. Um die Belange homosexueller Soldatinnen und Soldaten zu vertreten, wurde ein Arbeitskreis homosexueller Angehöriger der Bundeswehr gegründet.
In den USA galt in Bezug auf die Homosexualität im Militär die Devise „Don’t ask, don’t tell“ (Frag’s nicht, sag’s nicht), denn Homosexuellen in den USA war der Wehrdienst völlig untersagt. Dieses Verbot wurde durch verschiedene Exekutiverlasse abgemildert. Seit Dezember 2010 ist dieses Verbot vollständig aufgehoben, es kommt jetzt auf die Umsetzung des Gesetzes an. Allerdings ist es noch immer verboten, während des Dienstes über die sexuelle Orientierung zu sprechen oder sexuelle Beziehungen in der Öffentlichkeit zu pflegen. Vorgesetzten ist es verboten, Untersuchungen über sexuelle Neigungen der Soldaten zu betreiben.
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